Bitumenemulsion

Elastomuls / Surbit

Beschrieb:
Bitumenemulsionen sind feinste Verteilungen von Bitumen in einem Wassergemisch. Von Auge betrachtet erscheint die Bitumenemulsion als homogene Flüssigkeit. Physikalisch gesehen kann Bitumen aber nicht mit Wasser vermischt werden. Im Wasser schwimmen feinste, für das Auge nicht erkennbare Bitumenpartikel, die mit einer Emulgatorenhülle umgeben sind.

Bitumenemulsionen werden als Haftvermittler oder für Oberflächenbehandlungen im bituminösen Belagsbau eingesetzt. Sie sind in der Norm SN 670 205a-NA definiert. Polymermodifizierte Bitumenemulsionen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Bitumenemulsionen weisen in der Regel einen Bindemittelgehalt von 50, 60 oder 70% auf. Der Bitumenanteil bestimmt die Viskosität. Als Haftvermittler eingesetzt, stellt die kationische Bitumenemulsion den Verbund zwischen den einzelnen Belagsschichten her. Für die geforderte Haftung wird ein Sprühfilm mit genauer Bindemitteldosierung aufgespritzt. Die Applikation der Bitumenemulsion erfolgt mit Temperaturen von 20°C (Normalbitumen) bis 80°C (Polymerbitumen) und hat so zu erfolgen, dass eine gleichmässige Verteilung des Bindemittels erreicht wird. Die aufgespritzte Bitumenemulsion muss vollständig abgebunden sein (d.h. der Wasseranteil verdunstet), bevor die nächste Belagsschicht eingebracht werden kann.

Eigenschaften von Bitumenemulsionen bezüglich Verarbeitung/Handling:
- kann auf leicht feuchte Unterlagen appliziert werden
- preisgünstigere Variante zu Lackbitumen
- keine ADR/SDR-Transportvorschriften
- Lagerstabilität maximal zwei Monate
- Absetzverhalten schon nach kurzer Zeit (Bitumen beginnt sich wieder vom Wasseranteil zu trennen)
- im Vergleich zu Lackbitumen lange Trocknungszeiten
- polymermodifizierte Emulsionen können nur in erwärmten Zustand verspritzt werden
- Verarbeitungsgeräte müssen nach jedem Gebrauch gereinigt/gespült werden